Das "reine" und "rockige" G

Oder auch: Das verflixte G. Kaum gibt es mehr verrenkte Haltung, seltsame Notlösungen, abgeknickte Finger bis hin zu offenkundigen Abneigung im Zusammenhang mit diesem unschuldigen Akkord: G Dur. Dabei sieht er doch harmlos aus, nicht? Man kann ihn auf einige verschiedene Arten greifen; am häufigsten werden zwei davon verwendet. Ich werde bei der korrekten Griffweise nicht zu sehr ins Detail gehen, weil der Workshop unendlich lang dadurch würde. Anhand von Fotos wird man die Griffe sehen, aber die Erfahrung zeigt, dass Fotos allein oft zu ganz anderen Ergebnissen führen. (PS: Die Platzierung der Fotos kann in der mobilen Version etwas durcheinander sein) Eigentlich ergeben die Saiten 2, 3 u

Einstieg Ukulele

Ukulelen sind pfiffige Kameraden! Ihre 4 Saiten entsprechen strukturell der Stimmung der ersten 4 Saiten der Gitarre... Das bedeutet, dass man quasi Gitarre spielt, nur ohne die tiefen 2 Saiten. Somit sind einfache Griffbilder möglich. Der weitere Unterschied ist die Stimmlage. Sie ist eine Quarte höher als bei der Gitarre, und außerdem ist die 4te Saite eine Oktave höher gestimmt. 1 = a 2 = e 3 = c und 4 = g Somit klingt die 4te Saite, also die, die dem Spieler am nächsten ist, höher als erwartet. Man kann die Stimmung mit einem Stimmgerät oder Klavier vornehmen. Am besten die Saiten hier anhören. Knifflig ist allein die Tatsache, dass man die Griffbilder, sofern sie bereits von d

Fingerstyle: Unser Sandmännchen

Zufällig sah ich eine niedliche Geschichte für Kinder, noch aus der vordigitalen Zeit - und danach kam der Abspann mit dem Lied vom Sandmann. Mitten in der Nacht? Ungewöhnlich: Es muss sich wohl um eine Art Retro-Kultur Sendung gehandelt haben. Seufz! Auch das Lied ist ja sehr süß, und der Gesang geht direkt zu Herzen. Es ist intelligent gemacht, im 3/4 Takt gehalten und das Motiv am Ende um 1 Viertel verkürzt. Jedenfalls überschneiden sich Gesang- und Intro Melodie. Als der zweite Teil des Motivs zu hören war, traute ich meinen Ohren nicht: Es war sehr schön orchestriert und der Arrangeur (vermutlich der Komponist selbst) benutzte irgendwelche b5 Akkorde chromatisch abwärts. Ich konnte nic

Saitenlage

Die Saitenlage darf nicht zu hoch sein, sonst wird das Spielen anstrengend bis unmöglich. . Die Höhe der Saiten (innerhalb des spielbaren Bereichs) ist vor allem Geschmackssache und wird subjektiv bewertet. Aber in den meisten Fällen geht es um eine möglichst niedrige. Für Anfänger ist es besonders wichtig, möglichst wenig Kraftaufwand bei besten Klangergebnissen zu erzeugen, sonst ist der Spaß schnell dahin.. Die Saitenlage wird ja durch die Halsstellung direkt beeinflusst. Alle Stahlsaitengitarren, also elektrische wie akustische, haben einen Hals-Stab, der verstellbar ist. Ca.alle 6 Monate prüft man , ob eine Justierung nötig ist. Gerade Musikläden mit großem Bestand können nicht alle Ins

Die "Spinne"

Bodybuilding für die Greifhand! Es muss wohl Peter Fischer gewesen sein, der DIE Übung für Gitarristen so benannt hat, weil sich die Finger nacheinander auf dem Griffbrett bewegen, so dass es aussieht, als würde eine Spinne darüber krabbeln. Die Spinne ist eine geniale Übung, die für alle Aspekte der Beweglichkeit, ob unabhängige Fingerbewegung, Aufwärmen oder Koordination sehr hilfreich ist. Auch Akkordspieler profitieren übrigens davon. Es heißt, dass es keinen einzigen namhaften Gitarristen gibt, der diese Übung nicht regelmäßig absolviert. Gibt das zu denken? Sie ist mit Worten schwer zu beschreiben, aber ich versuche es trotzdem. Wichtig ist, als Anfänger den "Zeitlupenblock" anzuwenden

Der Zeitlupenblock

Bewegungen, die später einmal sehr schnell ausgeführt werden sollen, müssen "programmiert", das heißt langsam und exakt ausgeführt werden. Nur so wird die Bewegung im Nervensystem abgelegt und steht dann ohne Umweg über das Gehirn zur Verfügung. Meistens übt man anfangs so schnell wie es eben geht. Das Gehirn gibt dem Finger den Befehl : spiele jetzt ! Bis zu einem gewissen Grad funktioniert das, aber irgendwann kommt die Grenze, ab da geht es nicht mehr weiter. Die Bewegung wird nämlich nicht wirklich verinnerlicht, das Gehirn kann nur innerhalb einer begrenzten Geschwindigkeit agieren (Koordinieren, Befehl geben, ausführen ) Welches Material kommt in Frage? Nun, eigentlich alles, was schwe

Loops nahtlos abspielen

Eine Loop (Schleife) ist ein kleiner Schnipsel Film oder Musik, die endlos „im Kreis“ abgespielt wird, bis der Nutzer die Wiedergabe beendet. Wenn die Datei richtig geschnitten wurde, spielt die Loop nun endlos, als ob sie aus einem langen Stück bestehen würde, und das ohne hör- oder sichtbaren Übergang an der Schnittstelle. Eine solche nahtlose Wiedergabe ist also optimal zum Üben . Ich habe früher mit einem Midi-Sequenzer geübt. Der Vorteil dabei ist, dass Tonart, Abschnitt und Tempo jederzeit geändert werden können. Wer einen solchen besitzt, braucht nur noch die Midi-Daten des Materials. Wer einen Midiplayer wie den von Yamaha runter lädt, hat zwar keine Loops, aber man kann auch einen

Tempo & Übungsplan

Der fatalste Fehler, der dazu noch am häufigsten vorkommt ist, beim Üben das Tempo beliebig nach Gefühl zu wählen anstatt nach realistischen Gegebenheiten. Letztere werden regelmäßig weit überschätzt. Man hat bereits eine Vorstellung im Hinterkopf, die dem Wunschklang angenähert ist und quält sich von einem zum nächsten Patzer ... Das Gehirn ist innerhalb eines gewissen Rahmens in der Lage, Bewegungsabläufe zu kontrollieren, was in einer Sackgasse enden muss. Halbiert man das Tempo, kommt man dem angemessenen Übungstempo oft viel näher. Warum so langsam? Nun, weil erst dadurch die Abläufe präzise und im Nervensystem auch so gespeichert und dann abgerufen werden, anstatt vom Gehirn gesteuert

Erste Griffe: Finger senkrecht aufsetzen!

Die Finger sind bei (Grund) Akkorden so nah wir möglich aneinander gelehnt also in „Reih und Glied“ Sie berühren sich so weitgehendst, denn wenn sie das nicht tun, fischen sie sozusagen als einzelne Finger im Trüben und finden später nicht zu einem Ganzen, zu einem kompletten Griff zurück. Außerdem ist ihre Ausrichtung nicht parallel, sondern schräg zu den Bünden. (jeder Griff ist ein klein wenig anders, was die Haltung angeht). Sie sind vorne so geknickt, dass die Fingerkuppen genau senkrecht auf die Saiten treffen, damit benachbarte Saiten auch klingen können ! Auch sollen die Saiten wirklich die MITTE der Fingerkuppe treffen (korrigieren, wenn nicht) Sind die Griffe oft genug geübt worden

Erste Lieder

Kann man einige Griffe wechseln, wird man recht bald versuchen, sie in Schlägen und Takten geordnet abzurufen. Das sind die ersten Schritte zum echten musikalischen Erlebnis! Aber vorab eine gute Nachricht: Bruder Jakob ist ein Lied mit nur einem Akkord! Es kann jeder Dur Akkord gewählt und dabei die Schlag-Hand für Rhythmus geübt werden. Melodie dazu summen - singen ist natürlich noch besser! Ein beliebtes Lied ist auch Lady in Black. (Uriah Heep) Es benötigt 2 Akkorde, einen Moll und einen Dur Akkord, wobei der Dur Akkord ein Ganzton tiefer ist. Also z.B. Dm und C – Am und G – oder Em und D. Nun muss nur noch realisiert werden, wann die Wechsel stattfinden….. Das Rhythmisieren ist eine We

Wichtig: Noten binden !

kurz: es sollen keine “Lücken” zwischen den Noten sein. Dazu muss man sehr genau vorgehen, das Ergebnis wird ein schönes Klangbild sein wie bei einer Flöte, wo der Luftstrom ständig vorhanden ist und fließende Läufe erzeugt. Am Besten sollte man das von Anfang an machen, damit sich die Finger von selbst an die Spielweise gewöhnen. Das geht nur in Zeitlupe (siehe Zeitlupenblock) Auch der Anschlag muss absolut zeitgleich, also synchron mit dem Auftreffen des Fingers erfolgen. Es ist gemeinste Fitzelarbeit, wird sich aber auf das gesamte zukünftige Spiel auswirken! (Später wird es nachträglich nahezu unmöglich sein, diese Technik zu erlernen)

E-Gitarre: Oktavreinheit

hat die Gitarre eine Brücke, bei der jede einzelne Saite einen Saitenreiter hat, also die Länge der Saite verstellbar ist, sollte man prüfen, ob diese sauber eingestellt sind. Ansonsten klingt alles irgendwie schief (Vorsicht, subtile Verstimmung kann wirklich heimtückisch fürs Ohr sein) Hier nur ganz kurz der Vorgang, sicher gibt es ausführlichere Anleitungen im Netz. Man stimmt die Saite zunächst mit dem Stimmgerät, dann spielt man sie am 12. Bund nochmal, die Oktave ertönt. Ist diese höher oder tiefer? Das Stimmgerät weiß es genau. Ist sie höher wie die leere Saite, ist die Gesamtlänge der Saite zu kurz. Man muss also den Saitenreiter nach hinten verschieben/schrauben, damit sie länger wi

Linkshänder

ich bin Linkshänder, was nun? Einem Kind mag man ein Stofftier zuwerfen und fragen: "Kannst du das mit einer Hand fangen?" Auch wenn das misslingt, mit ziemlicher Sicherheit weiß man, ob das Kind Rechts- oder Linkshänder ist. (nun ja, mit Stiften wird ja auch schon recht früh gemalt..) Früher fragte ich mich, was denn nun wichtiger sei, die Spiel- oder die Schlaghand - wer kann das beantworten? So dachte ich, dürfte sei es relativ egal und nur reine Gewöhnung sein, ob man links oder rechts Gitarre spielt. Nun, das stimmt nicht..... Wenn ein Linkshänder einen Nagel einschlägt, wird er den Hammer in seine starke, also linke Hand nehmen. So ist es auch beim Schlagen der Gitarrensaiten. Die star

Kategorien durchstöbern
Aktuelle Einträge
Archiv
Schlagwörter
Folgen Sie uns!
  • Facebook Basic Square
  • Twitter Basic Square
  • Google+ Basic Square